Spanien ist nach Portugal der am zweitweitesten westlich gelegene Staat Europas. Neben dem spanischen Festland gehören auch die beiden Inselgruppen der Kanaren im Atlantik und der Balearen im westlichen Mittelmeer zu Spanien.
Das spanische Festland erstreckt sich über sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel. Im Westen grenzt es an Portugal, im Nordosten an Frankreich und Andorra. Im Norden und Süden begrenzen der Golf von Biscaya beziehungsweise das Mittelmeer das Land. Die Gesamtfläche Spaniens beträgt etwa 506.000 Quadratkilometer, auf denen circa 46 Millionen Menschen leben. Der Ausländeranteil ist in Spanien mit über 11 Prozent relativ hoch, die Bevölkerungsdichte hingegen mit gerade einmal 46 Einwohnern pro Quadratkilometer relativ gering. In den großstädtischen Ballungsräumen sieht es mit der Bevölkerungsdichte natürlich sehr viel anders aus, so leben in Barcelona mehr als 16.000 Menschen auf einem Quadratkilometer und im großen Madrid immerhin über 5.500. Madrid ist mit insgesamt 3,3 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Europas. Spanien ist ein traditionell katholisches Land, mehr als 90 Prozent der Bevölkerung gehören der katholischen Kirche an.
Spanien ist ein Königreich mit parlamentarischem Regierungssystem. König Juan Carlos I. ist seit 1975 das spanische Staatsoberhaupt und als solches auch Oberbefehlshaber der spanischen Streitkräfte. Seine Regierungsaufgaben sind allerdings großteils repräsentativ. Gesetzgebendes Organ des Landes ist das aus zwei Kammern bestehende Parlament. Die beiden Kammern sind das Abgeordnetenhaus und der Senat, die jeweils für vier Jahre gewählt werden. Regierungschef ist in Spanien der Ministerpräsident.
Das Klima Spaniens ist je nach Region recht unterschiedlich. Während es beispielsweise in den Pyrenäen und den anderen Gebirgslagen Spaniens nur kurze und recht kühle Sommer und dafür lange kalte Winter gibt, kennen die südlichsten Teile Spaniens nur milde Winter und lange, heiße Sommer mit jeder Menge Sonne – also das Klima, das Spanien zu einem so beliebten Urlaubsziel vor allem für Reisende aus den kühleren Staaten Nord- und Mitteleuropas macht. Am wärmsten sind die Kanarischen Inseln Teneriffa, Lanzarote, Gran Canaria, Fuerte Ventura, La Palma, und La Gomera. Sie liegen auf dem gleichen Breitengrad wie beispielsweise Florida und auch die Sahara und haben ein subtropisches Klima, das mit einer Januar-Durchschnittstemperatur von 17 Grad Celsius praktisch keinen Winter kennt.