Die Kanaren sind der westlichste Außenposten der EU, da sie politisch zu Spanien gehören, und zugleich auch ein beliebtes Reiseziel. Auf die Kanaren kann man das ganze Jahr über reisen. Das liegt an ihrem Klima, weswegen sie oft als Inseln des ewigen Frühlings bezeichnet werden. Das ist aber nicht ganz richtig, denn im Sommer werden auch auf den Kanarischen Inseln hochsommerliche Temperaturen über 40° erreicht. Das ist auch nicht verwunderlich - liegen sie doch nur rund 300 Kilometer westlich vom afrikanischen Festland im Atlantik verteilt.
Teneriffa ist die größte Kanareninsel. In der Inselmitte ragt mit dem Vulkan Pico del Teide Spaniens höchster Berg mit über 3700 Meter Höhe empor. Um ihn herum erstreckt sich der Teide Nationalpark mit seiner bizarren Landschaft. Er läßt sich bequem mit einem Mietwagen erreichen, auf Wandertouren kann man den Nationalpark zu Fuß erkunden. Weltweite Bekanntheit hat auch der Loro Park auf Teneriffa erlangt. Der Loro Park in Puerto De La Cruz im Norden der Insel ist einer der schönsten Tierparks der Welt. Spektakulär sind seine Tiershows, zum Beispiel mit Orcas, Delfinen und Papageien. Teneriffas Süden gehört dem Massentourismus. Die Küste zwischen Los Christians und Playa De Las Americas ist voll erschlossen für Urlauber. Es gibt zahlreiche Hotels, Restaurants und Supermärkte. Hier findet man auch den neu eröffnet Siam Park, ein sich auf einer Fläche von über 180.000 m² ausdehnender Aqua-Erlebnispark.
Gran Canaria ist ebenfalls eine der sehr beliebten Urlaubsinseln unter den Kanaren. Auf Grund ihrer vielen Klimazonen bezeichnet man sie gerne als Miniaturkontinent. Verblüffend sind die Wetterunterschiede zwischen dem Norden und dem Süden der Insel. Ist der Norden grün und vegetationsreich, so ist es im Süden dagegen trocken und karg. Hier zwischen San Augustin und Maspalomas befindet sich das touristische Zentrum der Insel. Auch auf Gran Canaria gibt es einen Tierpark - den Palmitos Park, hervorgegangen aus einem Papageienpark hat er sich zur Touristenatraktion Nummer 1 auf Gran Cannaria entwickelt. Bald eröffnet im Palmitos Park auch ein Delfinarium. Ebenfalls im Süden Gran Canarias liegt Sioux City - eine ehemalige Kulisse für Westernfilme, und heute ein Western Erlebnispark, der vor allem Familien mit Kindern anlockt.
Zwei weiter Kanareninseln sind Lanzarote und Fuerteventura, die allerdings reine Badeinseln sind. Landschaftlich können sie mit den anderen Kanareninseln nicht ganz mithalten. Besonders La Gomera und El Hierro bieten beeindruckende Landschaft pur. Tiefe Barancos schneiden sich in die Hänge der steil aufragenden Gebirge, die teils mit dichten Lorbeerwäldern bewachsen sind. Ein Paradies für Wanderfreunde und Naturliebhaber. Weniger geeignet für Badeurlaube, und deswegen auch weitgehend ohne Massentourismus.
Die schönste Kanareninsel ist La Palma - La Isla Bonita - sie beeindruckt mit grünen Landschaften, in die sich malerisch die Häuser der Einheimischen schmiegen. Leider bedroht vom noch aktiven Vulkanismus - Forscher halten einen Ausbruch in naher Zeit für wahrscheinlich. Sind die Kanaren doch generell durch Vulkanismus entstanden. Nur wenige Vulkane der Kanaren, wie die auf La Gomera, gelten inzwischen als inaktiv. Entscheiden Sie sich doch für einen Urlaub auf La Palma, eine der schönsten Inseln der Welt - sie hat so vieles zu bieten!